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Gesundheitsschutz

Bestmöglicher Gesundheitsschutz für die Bevölkerung bedeutet bestmögliche Prävention sowie ein funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem.

Das Coronavirus wird auf Dauer eine Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialsystem bleiben. Die existierenden Strukturen sind bereits jetzt mit inakzeptablem Konkurrenzdruck um Ressourcen konfrontiert. Vielfach bleiben Patient:innen medizinisch und (psycho-)sozial unterversorgt.

Wir wollen:

Infektions- und Gesundheitsschutz für ein langes, gesundes Leben

Uneingeschränkte medizinische Versorgung ohne verschobene Operationen

Entlastung des Gesundheits-personals

Daher fordern wir:

  • Absichtsbekundung der Regierung, die Krankheitslast in der Bevölkerung durch gelinde Maßnahmen (Luftreinigung) gering zu halten
  • Im Gesundheitsbereich muss höchster Infektionsschutz gewährleistet sein (PCR-Tests in Spitälern, FFP2-Masken bei Ärzten).
  • Aufbau und Finanzierung der notwendigen zusätzlichen Gesundes- und Sozialdienste für die akute und langfristige Versorgung von Erkrankten. Fokus auf Interdisziplinarität und Gemeinwesenorientierung
  • Faire Medikamentenverteilung / Einheitliche Regelungen für alle Bundesländer
  • Etablierung telemedizinischer Angebote zur Reduktion von Infektionen und zur niederschwelligen Teilnahme von Menschen in entlegenen Gebieten oder mit Mobilitätseinschränkungen
  • Aufbau einer Versorgungsstruktur für Long Covid-Beeinträchtigte
  • Absicherung der Bevölkerung bei Folgeschäden

Die Pflege berichtet von unhaltbaren Zuständen:

Die Situation in der Pflege war bereits vor der Pandemie angespannt. Es fehlte zunehmend an qualifiziertem Personal.
Es wurde versucht, die Löcher mit weniger qualifiziertem Personal zu stopfen, mit allen Implikationen, die ein solches Vorgehen mit sich bringt. In der Pandemie gab es zuerst einmal ein Zusammenrücken und einen Energieschub.
„Wir wollten diese Herausforderung gemeinsam bewältigen.“
Davon ist mittlerweile wenig zu spüren. Die Ressourcen werden knapper und folglich werden die Ellenbogen ausgefahren.
So prekär wie jetzt war es allerdings noch nie. Einzelne Krankenhäuser haben in den Notbetrieb gewechselt (z.B. Baden), Pflegende machen Überlastungsanzeigen / Gefährdungsanzeigen / Strukturmängelanzeigen. Somit zeigen sie auf, dass ein sicheres Arbeiten nicht mehr garantiert werden kann. Zusätzlich zu dem bereits fehlenden Personal – in größeren Kliniken gibt es mitunter über 100 offene Stellen – kommen jetzt noch die Ausfälle aufgrund von Erkrankung oder Obsorgepflichten gegenüber Erkrankten. Hier belaufen sich die Zahlen auf bis zu 20% des Stammpersonals. Die Reserven der Personalvermittlerfirmen sind längst aufgebraucht. Gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten können längst nicht mehr eingehalten werden. Man wird in der Freizeit zum Dienst abgerufen. Durch diese stille Bereitschaft (unbezahlt) verschwimmen Freizeit und Dienstzeit ineinander. Nun steigt der Druck, vorzeitig aus der Quarantäne zurückzukehren. Rekonvaleszenzzeit wird nicht mehr eingeräumt. Das geht so weit, dass Pflegepersonal ab einem Ct-Wert von 25 „freiwillig“ zur Arbeit gehen solle. Das Personal solle auf Covid-Stationen eingesetzt werden, denn da könne es niemand anstecken. Das stimmt so nicht, denn wir wissen von Re-Infektionen durch unterschiedliche Virenstämme. Außerdem gibt es einen Weg zur Arbeit, den man positiv absolvieren muss. Abgesehen von der Arbeit bleibt die Verkehrsbeschränkung aber aufrecht. Jede Person, die positiv arbeitet, hat natürlich Angst, jemand anzustecken – Stichwort „Second Victim“. 
Die Kapazität in den Kliniken ist um bis zu 40 % reduziert. Beispiel Steiermark: Derzeit sind 460 Betten gesperrt, 10 % Personalausfall, 80 Stellen offen. Operationen und Untersuchungen werden verschoben, selbst wenn die Patient:innen schon dafür vorbereitet sind. Was das für Patient:innen und Angehörige bedeutet, kann sich jeder vorstellen. Welche Kollateralschäden das nach sich zieht, werden wir vermutlich nicht erfassen können.