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Solidarität

Wir wollen eine Gesellschaft, die auf alle Mitglieder achtet – egal ob jung oder alt, gesund oder vorerkrankt.

Wie schwer eine Infektion mit COVID-19 für den Einzelnen verlaufen wird, ist nicht vorhersehbar. Wir wissen, dass ältere Personen generell ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben als jüngere, und dennoch gibt es auch viele junge Menschen, die schwer von COVID-19 getroffen werden – auch vollständig Geimpfte. Bei Long Covid findet sich eine Häufung überhaupt im mittleren Erwachsenenalter.

Ein sinnvolles Ziehen der Grenze zwischen „vulnerabel“ und „nicht vulnerabel“ ist also vermutlich gar nicht möglich bzw. liegt in der Risikoeinschätzung des Einzelnen. Berücksichtigt man auch Long Covid, von dem laut NDR Podcast 10% der Infizierten betroffen sind, so gelten überhaupt alle Menschen als vulnerabel. Hinzu kommt eine wirtschaftliche Vulnerabilität – viele Menschen können auch durch eine medizinisch „milde“ Erkrankung wirtschaftlich völlig aus der Bahn geworfen werden.

Es gibt also niemanden ohne Risiko. Gleichzeitig gibt es Personen, die jedenfalls ein sehr hohes Risiko haben. Und diese Personen sind nicht nur in Heimen anzutreffen, sondern Teile unserer Gesellschaft. Sie sind oft aktiv, mitten im Leben, berufstätig, haben Freunde, haben Kinder oder sind selbst noch Kinder. Sie können sich also nicht zu Hause verstecken.

Der beste Schutz für besonders Vulnerable ist also ein allgemein niedriges Infektionsgeschehen in der Bevölkerung. Und dennoch ist eine „zusätzliche Käsescheibe“ notwendig.

Wir wollen:

Gefahrlose soziale Teilhabe an der Gesellschaft für alle Menschen

Gesundheitsschutz
am Arbeitsplatz

Keine Diskriminierung,
kein Mobbing
(z.B. beim freiwilligen Maske-Tragen in der Schule)

Daher fordern wir:

  • Anspruch auf tägliche PCR-Selbsttests für Menschen aus Hochrisikogruppen und deren Umfeld, die binnen 24h ausgewertet sind. (Für Vorerkrankte ist es wichtig, bei einer Infektion rasch die derzeit zugelassenen Medikamente zu verabreichen. Diese Medikamente sind allerdings nur zu Beginn einer Infektion hilfreich. Das heißt, im besten Fall sollten diese Medikamente bereits gegeben werden, bevor überhaupt Symptome entstehen. Noch besser ist es natürlich, wenn die Infektion überhaupt vermieden wird, deshalb muss auch das unmittelbare Umfeld gut getestet sein.)
  • Recht auf Bildung: Allgemein wollen wir Sichere Bildung für alle. Solange dies nicht möglich ist, braucht es ein Recht auf Distance Learning für Kinder mit Vorerkrankungen und (Haushalts-)Angehörigen mit Vorerkrankungen.
  • Recht auf Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (z.B. Home Office)
  • Unterstützung von Eltern von Kindern mit Vorerkrankungen, bis eine sichere Kinderbetreuung gewährleistet ist, z.B. Sonderkarenz und soziale Absicherung für Schattenfamilien. Krankheit darf keine Armutsfalle sein!
  • Maßnahmen gegen Mobbing und Antidiskriminierungsgesetze, sowohl von Hochrisikopersonen und deren Angehörigen als auch von gesunden Menschen, die sich schützen möchten, insbesondere im Bildungsbereich und am Arbeitsplatz.
  • Weiterführung der Risikogruppenverordnung
    • Grundlegende Überarbeitung und Verlängerung (z.B. kommen primäre Immundefekte noch nicht vor)
    • Adaptierung der Richtlinien des AMS
    • Schutz der Risikogruppen auch im tertiären Bildungsbereich: studienrechtliche Bestimmungen
Jeder von uns ist vulnerabel und kann morgen sogar zur Gruppe der Hochrisiko-Personen zählen.
Team IGÖ
Initiative Gesundes Österreich